Schlagzeilen 2011

Das MusikCorps wieder einmal auf großer Fahrt
Kurztrip nach Douai in Frankreich

Am 9. Juli war es endlich wieder einmal soweit, dass Musik Corps Tann startete zu einer Auslandsfahrt nach Frankreich. Die 350.000 Einwohner grosse Bergbaustadt Douai im Norden Nahe der belgischen Grenze war das Ziel. Dort wurde man anlässlich der "Fete de Gayants" für eine Straßenparade engagiert. Die 34 Musiker waren voller Vorfreude und guter Laune, was der langen Busfahrt zu Gute kam. Unterbrochen wurde die Reise durch einen zweistündigen Zwischenstopp in Aachen, der zum Stadtbummel genutzt wurde.

Als Douai dann am frühen Abend erreicht wurde, bezog man das Hotel und stärkte sich beim Abendessen. Die Unterbringung erfolgte in einem sog. Premium-Hotel – allerdings für deutsche Verhältnisse in sehr kleinen Zimmern. Der Abend sowie der nächste Morgen standen zu freien Verfügung. Los ging es nach dem Mittagessen, denn man musste mit dem Bus früh am Bestimmungsort sein, da die Stadt später nicht mehr passierbar war. Die Wartezeit nutzten die Musiker um die einzelnen Elemente der Straßenshow nochmals durchzugehen. Gegen 15 Uhr ging es dann endlich los, der grosse Umzug zu Ehren der der Familie Gayant.

Die Familie Gayant, das sind 5 riesige Puppen, die von 2,42 m bis 8,51 m reichen und zwischen 45 kg und 375 kg wiegen. Sie werden von bis zu 6 Männern getragen. Mr. Gayant hatte seinen ersten Auftritt im Jahre 1530, seine Frau Marie Cagenon ein Jahr später, die Kinder Jacquot (1675), Fillon (1687) und Binbin (1715). Die Giganten wurden im Laufe der Zeit immer wieder restauriert und gehören zum "Immateriellen Erbes der Menschheit" klassifiziert durch die UNESCO. Während des Umzuges präsentieren sich die Giganten im Innenhof des Hôtel de Ville de Douai, am Fusse des Glockenturms.

Für die Musiker des Musik Corps Tann, war es ein beeindruckender Umzug, bei dem es viele Gelegenheiten gab ihr Können in Marsch und Show unter Beweis zu stellen. Zu den Liedern "Everything I do", "Africa", "Final Countdown", "Ballistic Brass" sowie einigen Trommelsolos lief man verschiedene Formationen und konnte hiermit die Zuschauermassen begeistern. Es müssen wohl ein Drittel der Einwohner gewesen sein, die sich zur Parade eingefunden hatten, denn geschätzte 100.000 Zuschauer säumten dicht an dicht die Zugstrecke und empfingen den Klangkörper aus der Rhön mit begeistertem Beifall. Diese einmalige Stimmung während des Umzuges in der Stadt sorgte dafür, dass die Musiker den dreistündigen Marsch gut durchhielten.

Erschöpft aber glücklich konnte am Abend dann die Rückreise in die Rhön angetreten werden. Das Musik Corps Tann blickt auf ein erfolgreiches Wochenende zurück und freut sich bereits aufs Nächstemal.

Bericht: Kirsten Kümpel / Albert Zörgiebel